Ausgangspunkt ist dein Praxisgewinn (Einnahmen minus Praxiskosten, vor deinem eigenen Einkommen). Davon ziehen wir Schritt für Schritt ab: Kreditzinsen (steuerlich absetzbar), Ärzteversorgungswerk, Krankenversicherung und zuletzt Einkommensteuer + Soli + ggf. Kirchensteuer. Was danach übrig bleibt, ist dein Netto. Läuft noch ein Praxiskredit, wird davon zusätzlich die monatliche Tilgung abgezogen – das Ergebnis ist dein frei verfügbares Einkommen, also das Geld das tatsächlich für Leben, Sparen oder Investitionen zur Verfügung steht.
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Die drei Phasen – wofür sie gedacht sind
Die meisten Praxen verlaufen wirtschaftlich in mehreren Stufen, deshalb lässt sich hier mit drei Phasen planen:
Phase 1 ist die Startphase mit typischerweise niedrigerem Gewinn und laufendem Kredit.
Phase 2 bildet das Wachstum ab, wenn sich Patientenstamm und Gewinn stabilisiert haben.
Phase 3 beginnt, sobald der Kredit getilgt ist ("schuldenfrei") – hier gibt es keine Tilgung mehr abzuziehen. Du kannst Gewinn und Zeitpunkt jeder Phase frei einstellen, um deine eigene Praxisentwicklung realistisch nachzubilden.
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Netto vs. frei verfügbares Einkommen – der Unterschied
Diese zwei Werte werden oft verwechselt, deshalb kurz erklärt: Netto ist dein Einkommen nach Steuern und Sozialabgaben, aber vor Abzug der Kreditrate. Frei verfügbar ist Netto minus die Tilgung deines Praxiskredits – also das, was wirklich auf deinem Konto frei verfügbar ist. Frei verfügbar ist daher in den Kreditphasen (1 und 2) immer niedriger als Netto. Erst in Phase 3, wenn der Kredit vollständig getilgt ist, entfällt die Tilgung – dort sind Netto und frei verfügbares Einkommen identisch. Wichtig: Die Tilgung ist kein Verlust, sondern Vermögensbildung – du zahlst damit deine eigene Praxis ab.